Nach dem Skifahren ist vor dem Feiern – der Einkehrschwung gehört zum Pistentag wie der Schnee zum Berg. Aber wie geht Après-Ski eigentlich richtig? Wir haben die 10 Gebote gesammelt, natürlich mit einem dicken Augenzwinkern.

Was ist Après-Ski? Après-Ski ist das Feiern nach dem Skifahren – erfunden vor knapp 100 Jahren in den französischen Alpen, wo sich Wintersportler nach dem letzten Schwung zu Essen und Getränken zusammensetzten. Aus dem gemütlichen Einkehren ist längst ein eigenes Event geworden: Livemusik, DJs, Hüttenschlager und ausgelassene Stimmung an der Talstation. Der Kern ist bis heute gleich – nach der Anstrengung kommt die Belohnung.
Après-Ski – aber richtig: worum geht's bei den 10 Geboten?
Die folgenden 10 Gebote sind eine liebevolle Persiflage – sie beschreiben genau das, was man auf einer Après-Ski-Party besser nicht macht. Wer sie umdreht, hat den perfekten Leitfaden für einen Abend, an den man sich am nächsten Morgen noch gern erinnert. Lies sie also mit einem Grinsen und dem 11. Gebot im Hinterkopf.
Warum überhaupt so ein Aufwand? Weil Après-Ski für viele der eigentliche Grund für den Skiurlaub ist. Sehen und gesehen werden, mitgrölen, anstoßen – die Holländer und Briten machen es vor und stehen beim Feiern regelmäßig ganz oben auf dem Stockerl. Damit dein Abend genauso legendär wird (nur ohne Kater-Fiasko), kommen hier die Gebote.
Die 10 (nicht ganz ernst gemeinten) Gebote fürs Après-Ski
1. Gebot – Nicht an die Abfahrt denken
Grandios ist Après-Ski hoch oben auf dem Berg. Das macht mega Laune und die Zeit vergeht wie im Flug – bis es stockdunkel ist und die Lifte längst stehen. Dann noch einen Jagertee zum „Aufwärmen" und ab auf die freie Piste. Klingt verlockend, ist aber der Klassiker unter den schlechten Ideen. Merke fürs echte Leben: Wer noch abfahren muss, feiert unten an der Talstation.
2. Gebot – Ein leerer Bauch feiert gerne
Vor dem Einkehrschwung noch was essen? Wird angeblich völlig überschätzt. Ernährungsexperten empfehlen ja Gurken, Radieschen und Tomaten, damit der Körper genug Wasser gegen den Alkohol hat. Wer stattdessen auf nüchternen Magen loslegt, bei dem gehen schnell alle Lampen an – und genauso schnell wieder aus. Die ehrliche Empfehlung: Erst eine deftige Hüttenmahlzeit, dann feiern.
3. Gebot – Kleider machen Leute
Wenn es direkt an der Talstation abgeht, ist das wie ein Magnet. Also rein ins Getümmel, egal ob Skijacke, Skipullover und Thermowäsche für Saunaklima sorgen. Schweiß als „kommunikatives Eau de Cologne"? Eher nicht. Der Profi-Move: kurz zur Unterkunft, duschen, frische Klamotten – und dann umso frischer feiern.
4. Gebot – Flirten mit Stil
Viele sehen in der Après-Ski-Fete die ideale Offline-Partnervermittlung: sehen und gesehen werden, anbaggern und angebaggert werden. Der Tipp, mit 1,5 Promille plump vorzugehen? Bitte nicht. Stil schlägt Promille jederzeit – ein ehrliches Lächeln und ein gutes Gespräch bringen dich weiter als jede angetrunkene Anmache.
5. Gebot – Ich mag Musik nur, wenn sie laut ist
„Schi foan" mit 85 Dezibel mitten ins Trommelfell – für viele der Inbegriff von Après-Ski. Das Problem: Am nächsten Morgen klingelt es in den Ohren, und das nennt man Tinnitus. Genieß die Hüttenschlager ruhig laut, aber gönn deinen Ohren zwischendurch eine Pause. Welche Songs übrigens garantiert jede Hütte zum Beben bringen, findest du in unseren besten Après-Ski Charts.
6. Gebot – Alkohol, ja bitte
Man kann allem widerstehen, nur der Versuchung nicht – und die Après-Party ist genau diese Versuchung. Ein Drink hier, ein Bier da, ein Schnäpschen geht auch noch. „Wenn nicht jetzt, wann dann?" Die Kehrseite kennt jeder: das körperliche Fiasko am nächsten Tag. Die entspannte Variante: Wasser zwischen die Drinks, dann hält der Spaß länger.
7. Gebot – Frische Luft macht keinen Sinn
„Nicht lang schnacken, Kopf in' Nacken" – und bloß nicht zwischendurch raus an die frische Luft. Wer nach Stunden erst rausgeht, dem haut die Winterluft den Schädel weg. Genau deshalb machen es die Schlauen umgekehrt: regelmäßig durchatmen, den eigenen Pegel checken und rechtzeitig Schluss machen. Lieber ein Ende mit Ansage als ein Morgen mit Reue.
8. Gebot – Nicht so genau hinschauen
Schau in den dunklen Ecken der Après-Ski-Locations lieber nicht zu genau hin – da findet sich manchmal, was vorher noch in einem Magen war. Und ins Gesicht des Gegenübers? Nur mit Humor. Der eigentliche Rat dahinter: Achte auf dich und deine Leute, dann bleibt der Abend für alle schön.
9. Gebot – Der Snack danach ist nichts wert
Nach ein paar Drinks kommt der Hunger – und angeblich soll man ihm bloß nicht nachgeben. Falsch. Genau dieser Snack bringt den Kreislauf in Gang und den Alkoholpegel runter. Eine deftige Kleinigkeit am Ende des Abends ist einer der besten Tricks gegen den Kater am Morgen.
10. Gebot – Nach der Party ist vor der Party
Nach überstandener Feier noch duschen, Zähne putzen, Klamotten wechseln? „Nur noch in die Koje", flüstert der innere Schweinehund. Fünf Minuten Aufwand entscheiden aber darüber, wie du dich am nächsten Morgen fühlst. Kurz frisch machen – und der Tag danach startet halb so wild.
Das 11. Gebot – vergiss die Gebote 1 bis 10
Und hier kommt die Auflösung: Für einen wirklich gelungenen Après-Ski-Abend empfehlen Fachleute genau das Gegenteil. Viel trinken – alkoholfreie Getränke natürlich –, ausreichend Nachtruhe, keine Zigarette danach, kohlenhydrat- und eiweißhaltiges Essen, viele Vitamine und ein warmes Bad zum Ausklang.
Kurz gesagt: Feiern, bis der Berg wackelt, ja – aber mit Wasser zwischendurch, was Ordentlichem im Magen und einem Rest Vernunft. So bleibt Après-Ski das, was es sein soll: der schönste Teil des Skitags. Kann man so machen. Sollte man sogar.
So holst du dir das Après-Ski-Feeling nach Hause
Du musst für zünftiges Après-Ski nicht am Berg sein – die Stimmung lässt sich problemlos ins Wohnzimmer holen. Laute Hüttenschlager, ein paar Gruppenspiele und Schnaps in thematischem Glas, und schon läuft die Party. Wie du daraus einen kompletten Abend baust, zeigen wir dir in unserem Guide zur Après-Ski-Party und bei den Ideen für die passende Deko.
Das Herzstück für die Runde ist der Shotski: ein langer Holzski mit mehreren Gläsern, an dem bis zu sechs Leute gleichzeitig anstoßen. Wer aus dem Takt kommt, gibt die nächste Runde aus – Gebot Nummer eins fürs Feiern zuhause. Für den authentischen Schluck reichst du den Schnaps im gläsernen Skischuh mit echter Bindung, das angesagte Trinkglas jeder Après-Ski-Party.
Gemeinsames Shotski Trinken auf dem Festival ohne Bands und … – @apresallstars
Wer es lieber pistengenau mag, greift zum Skischuh-Glas-Set mit Bindung – vier Gläser, die auf dem Tisch aussehen wie eine Mini-Piste und nebenbei Vorlage für ein schnelles Trinkspiel sind.
Häufige Fragen zum Après-Ski
Was bedeutet Après-Ski?
Après-Ski kommt aus dem Französischen und heißt wörtlich „nach dem Ski". Gemeint ist das gesellige Feiern nach dem Skifahren – von der gemütlichen Einkehr bis zur lauten Party mit Livemusik und Hüttenschlagern. Erfunden wurde es vor rund 100 Jahren in den französischen Alpen.
Wie feiert man Après-Ski richtig?
Richtig heißt vor allem: mit Maß und Spaß. Vorher ordentlich essen, zwischen den Drinks Wasser trinken, regelmäßig an die frische Luft und rechtzeitig Schluss machen. Dann bleibt der Abend das Highlight des Skitags – und der nächste Morgen erträglich. Unsere 10 Gebote zeigen augenzwinkernd, wie es eben nicht laufen sollte.
Wann fängt Après-Ski an?
Klassisch startet Après-Ski direkt nach dem letzten Pistentag am Nachmittag, oft schon ab 15 Uhr, wenn die Sonne tief steht. In vielen Skigebieten läuft die Party dann an der Talstation weiter bis in den Abend hinein.
Was zieht man beim Après-Ski an?
Am besten etwas, worin man auch schwitzen kann, ohne zu leiden. Viele feiern direkt in Skiklamotten, angenehmer ist aber, kurz umzuziehen. Wer eine Motto-Party zuhause plant, liegt mit Trachtenhemd, Norwegerpulli und Skibrille auf der Stirn goldrichtig.
Wie vermeide ich einen Kater nach dem Après-Ski?
Die drei besten Tricks: vor dem Feiern deftig essen, zwischen den alkoholischen Drinks immer wieder Wasser trinken und am Ende des Abends einen kleinen Snack einbauen. Ausreichend Schlaf und frische Luft tun ihr Übriges.
Kann man Après-Ski auch zuhause feiern?
Auf jeden Fall. Mit Hüttenschlager-Playlist, Ski-Deko und ein paar Gruppenspielen holst du dir die Stimmung ins Wohnzimmer. Ein Shotski oder Skischuh-Gläser liefern gleich das passende Trinkspiel – so wird aus einem normalen Abend eine echte Après-Ski-Party.
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