Aprés-Ski – aber richtig! Die 10 Gebote

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Nach dem Skifahren ist vor dem Skifahren! Genau. Was wäre denn auch ein Pistenvergnügen ohne den Einkehrschwung. Schließlich hat man über viele Stunden kräftezehrende Höchstleistungen vollbracht, Gefahren, Kälte und Schnee eisern und mutig getrotzt. Jetzt gilt es, die vielen mühsam erworbenen Glückshormone so richtig frei zu lassen: Feiern, Spaß haben, sehen und gesehen werden. Après-Ski eben. Was sonst. 


Frag‘ mal einen, warum es überhaupt Après-Ski heißt. Wird er nicht wissen! Da hatten sich vor knapp 100 Jahren doch irgendwo in den französischen Alpen Skifahrer überlegt, sich nach einem Wintersporttag „gemütlich“ zusammen zu setzen. Mit einem guten Essen und guten Getränken. 


Ein Glück, wird dein Gegenüber sagen, dass sich die Zeiten geändert haben.


„Feines Essen und Getränke in entspannter Atmosphäre“. Hallo? Wer braucht denn sowas? Party, Livemusik, DJs, Abtanzen, kollektiver Gesang und: Alkohol. Deswegen bin ich doch überhaupt in Skiurlaub gefahren.


Die Holländer und Briten können das perfekt. Das habt Ihr bestimmt schon miterlebt: Auf der Piste hinterherfahren, beim Aprés Ski aber regelmäßig auf dem Stockerl sein. Respekt!

 

Also, worauf sollten sich Frau und Mann vor, während und nach einer Aprés-Ski-Party denn nun einstellen? Hier sind die ultimativen 10 Gebote:

Im Liegestuhl mit Bier und Sonnenuntergang

1. Gebot – Nicht an die Abfahrt denken


Grandios ist Aprés-Ski hoch oben auf dem Berg. Das macht mega Laune und die Zeit vergeht wie im Flug. Wenn’s dann schon zappenduster draußen ist und die Gondeln oder Lifte nicht mehr fahren, macht die Abfahrt besonders viel Spaß. Noch einen Jagertee zum Aufwärmen und los geht die wilde Fahrt. Vorteil: Die Pisten sind jetzt endlich schön frei, keine Kamikazefahrer von hinten, keine Snowboarder, die hinter einer Kuppe im Schnee liegen. Freie Fahrt für freie Bürger. Einfach unbezahlbar.

 

2. Gebot – Ein leerer Bauch feiert gerne


Vor dem Einkehrschwung gehört erstmal was Gescheites in den Magen. Das wird grundsätzlich schon mal vollkommen überschätzt. Was ist überhaupt etwas „Gescheites“? Steak, Schnitzel, Bratkartoffeln, Nudeln, was richtig fettes eben. Okay. Das würde gehen. Große Klasse findest Du bestimmt den Vorschlag von Ernährungsexperten: Gurken, Radieschen Paprika und Tomaten wären ideal. Sie versorgen den Körper mit genug Wasser, um dem Effekt von Alkohol entgegenzuwirken. Da du weder das eine noch das andere schnell und unkompliziert vor dem Start in den Abend herbekommen kannst, einfach auf nüchternen Magen trinken. Da gehen wie gewünscht ganz schnell alle Lampen an.







3. Gebot – Kleider machen Leute



Wenn‘s schon gleich in der Nähe der Talstation so richtig cool abgeht – das ist wie ein Magnet. Da musst Du hin, oder? Egal, ob schon nach kurzer Zeit der Schweiß aus allen Poren kommt. Ski Jacke, Skipullover, Skiwäsche und eng ist’s wie in einer Sardinenbüchse. „Some like it hot“. Schweiß hat sich als kommunikatives Eau de Cologne absolut durchgesetzt. Deshalb nach der Abfahrt nicht erst in die Unterkunft, duschen, umziehen und dann zur Party. Der Vorteil: Früher Vogel fängt den Wurm. 


4. Gebot - Flirten mit Stil


Viele, ja sehr viele sehen in einer Aprés-Ski-Fete die ideale offline Partnervermittlung. Sehen und gesehen werden, anmachen und angemacht werden. Beziehungsglück, auch wenn’s nur für ein paar Stunden ist. Du wirst Dich fragen: Hallo? Genau deshalb stürze ich mich doch überhaupt in dieses ohrenbetäubende Chaos. Erfolgreich dabei ist, auch das wird Dich vielleicht überraschen, wer richtig plump vorgeht. Mit 1,5 Promille lässt es sich super anbaggern. Und nicht vergessen: der Ehering muss in der Tasche verschwinden. Spiel, Satz und Sieg.


5. Gebot – ich mag Musik nur wenn sie laut ist


Wenn „Schi foan“ mit 85 Dezibel Luft und Trommelfell zerreißt, das ist der Bringer. Da macht Dir das dumme Gequatsche deines Party-Nachbarn nichts mehr aus. Einfach mit allem was Du hast zeigen, dass Du nichts verstehst. Umgekehrt kannst Du, wenn Dir der oder die Gegenüber sympathisch ist, ungeniert in den Ohr-Mund-Nahkampf gehen. Dazu noch ein paar Drinks und schon lässt es sich in den schönsten Tönen säuseln. Am nächsten Morgen wird’s zwar immer noch in den Ohren klingeln (Tinnitus nennt man das übrigens) … aber Hauptsache, die Party und das, was danach noch passiert ist, war klasse.


6. Gebot – Alkohol ja bitte



Ich kann allem widerstehen, nur der Versuchung nicht. Und die Aprés-Party erweist sich zum Glück genau als diese ausufernde Versuchung. Es ist ja auch so cool hier, klasse Musik, tolle Menschen und das nach einem wunderbaren Skitag. Völlig losgelöst einen Drink hier, ein Bier da, ein Schnäpschen geht ja auch noch rein. Was soll’s. Fernab von zu Hause. Urlaub. Wenn nicht jetzt, wann dann? Warum denn rechtzeitig die Notbremse ziehen, wie einem empfohlen wird.  Das kopf- und körperliche Fiasko am nächsten Tag nimmst Du doch gerne in Kauf.



7. Gebot – frische Luft macht keinen Sinn



Nicht lang schnacken, Kopf in‘ Nacken ist die eine Party-Parole. Vergessen, zwischendurch an die frische Luft zu gehen, die zweite. Laute Musik, grottenschlechte Luft – wenn Du nach ein paar Stunden raus gehst, haut Dir nämlich die Winterluft den Schädel weg. Bingo.

Es soll tatsächlich Aprés-Ski’ler geben, die mehrfach rausgehen, durchatmen und den eigenen Pegel checken. Wenn der Hochwasser anzeigt, sich schon alles im Kreis dreht, machen die Schluss! Gehen nach Hause! Verrückt. Lieber ein Schrecken ohne Ende als ein Ende mit Schrecken.





8. Gebot - nicht so genau hinschauen



Das betrifft zwei Dinge. Schaut zum einen in den Aprés-Ski-Locations ganz genau in die dunklen Ecken. Da findet ihr nämlich nicht nur Staub oder Gläser, sondern unter Umständen auch das, was vorher noch in einem Magen war. Ein gutes Zeichen dafür, dass hier so richtig die Post abgeht. Und wohin solltest Du auch nicht zu genau hinschauen? In ein Gesicht. Wohin sonst. Aber nur, wenn Du noch nüchtern bist. Mit Alkohol sieht die Sache nämlich anders aus: Erstens, Du kannst Dir das Gegenüber schön trinken und zweitens, das haben Studien ergeben, Du kannst Dich auch für einen anderen schön trinken. Stimmt tatsächlich. 



9. Gebot – der Snack danach ist nichts wert 



Du kennst das bestimmt: Nach ein paar Drinks kommt der Hunger. Diesem Wunsch Deines Köpers solltest Du auf keinen Fall Folge leisten. Dein Magen bekommt etwas zu tun, möchte das aber gar nicht. Dein Kreislauf wird aktiv, Du willst das aber gar nicht. Der Alkoholgehalt in Deinem Blut wird reduziert, auch das liegt ganz und gar nicht in Deinem Interesse. Also vergiss den Satz: Für den kleinen Hunger zwischendurch.


10. Gebot – nach der Party ist vor der Party



Du hast wahrlich keinen Bock drauf und die Überwindung zahlt sich definitiv auch nicht aus. Nach überstandener Party noch kurz abduschen, Haare waschen Zähne putzen. Nein, danke. Nur noch in die Koje. Abgesehen davon, Du kennst doch Deinen und den Geruch Deiner Klamotten nach einer zünftigen Feier. Perfekt. Du wirst Dich garantiert am nächsten Morgen wie neu geboren fühlen!

Bier anstoßen

11. Gebot – vergiss die Gebote 1 bis 10



Du kennst das ja: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Tja, und die empfehlen für einen gelungenen Aprés-Ski-Abend doch tatsächlich (jetzt ganz ruhig bleiben) viel zu trinken - alkoholfreie Getränke selbstverständlich, ausgiebige Nachtruhe, keine Zigarette danach, kohlehydrat- und eiweißhaltiges Essen, viele Vitamine und Mineralstoffe, Dehn- und Gymnastikübungen, warme Bäder und Saunagänge. 


Kann man so machen. Muss man aber nicht.


Ski heil!

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