Trinkspiele mit Karten: Kings, Ring of Fire & mehr

Freunde spielen ein Trinkspiel mit Karten am Tisch

Ein einziges Kartenspiel für 2,50 € ist die beste Party-Investition überhaupt: Damit spielst du einen ganzen Abend, ohne dass jemand etwas aufbauen muss. Diese Trinkspiele mit Karten reichen vom weltbekannten Kings Cup bis zum rasanten 52-Karten-Rennen — jedes mit vollständiger Anleitung, allen Regeln und fertigen Kartenbelegungen zum sofort Loslegen.

Was ist ein Karten-Trinkspiel? Ein Karten-Trinkspiel ist ein Trinkspiel, das mit einem normalen Skat- oder Pokerblatt gespielt wird. Jede Karte oder Kombination löst eine Trinkregel oder Aktion aus. Der große Vorteil: Ein einzelnes Deck genügt, es ist überall dabei und lässt sich beliebig um eigene Regeln erweitern.

Die besten Trinkspiele mit Karten (Klassiker)

Diese drei kennt fast jeder — und aus gutem Grund: Sie sind schnell erklärt und tragen ganze Abende.

Kings (King's Cup)

Der bekannteste Vertreter. Die Karten liegen verdeckt im Kreis um einen großen Becher, den King's Cup. Reihum zieht jeder eine Karte, jeder Wert löst eine feste Aktion aus:

Karte Bedeutung
Ass Wasserfall — alle trinken, jeder darf erst aufhören, wenn sein linker Nachbar aufgehört hat
2 „Du" — du bestimmst, wer trinkt
3 „Ich" — du trinkst selbst
4 Alle Frauen trinken
5 Boden anfassen — der Langsamste trinkt
6 Alle Männer trinken
7 Himmel — Hände hoch, der Letzte trinkt
8 Trinkpartner wählen, der ab jetzt immer mittrinkt
9 Reim — du sagst ein Wort, reihum wird gereimt, wer patzt, trinkt
10 Kategorie nennen (z. B. Biersorten), wer keine findet, trinkt
Bube Neue Regel aufstellen, gilt bis Spielende
Dame Fragen-Meister — wer auf deine Fragen antwortet, trinkt
König Ein Schluck ins King's Cup — der vierte König leert die volle Tasse

Ring of Fire

Die Schwester von Kings mit leicht anderem Aufbau: Die Karten liegen als geschlossener Kreis um eine Dose in der Mitte. Reißt beim Ziehen jemand die Kette (also entsteht eine Lücke), muss diese Person trinken. Die Kartenregeln ähneln denen von Kings, laufen aber schneller und regelärmer — ideal, wenn ihr sofort loslegen wollt.

Arschloch (Trinkvariante)

Das Ablegespiel mit Hierarchie: Ziel ist es, seine Karten als Erster loszuwerden. Wer zuerst fertig ist, wird „Präsident", der Letzte das „Arschloch" — und muss in der nächsten Runde seine besten Karten abgeben und für die Runde die Getränke nachschenken. Verlierer jeder Runde trinken. Ein Spiel mit Suchtpotenzial, weil sich die Rangfolge ständig verschiebt.

Gemeinsames Shotski Trinken als Bild auf Malle – @apresallstars

Rate- und Renn-Kartenspiele

Diese Spiele brauchen keine langen Regeln — Karten aufdecken, raten, trinken.

Busfahren

Der Klassiker zum Abschluss: In der Ratephase deckt der Geber Karten auf, du tippst jeweils (Rot oder Schwarz, höher oder tiefer, innerhalb oder außerhalb, welche Farbe). Danach muss der Verlierer den „Bus" fahren — eine Kartenpyramide, bei der jede aufgedeckte Zahlkarte einen Schluck bedeutet und ein Bildkartenfehler zurück an den Start schickt. Wer Pech hat, sitzt lange im Bus.

Höher oder Tiefer

Die schnellste Variante: Der Geber legt eine Karte offen hin, du sagst an, ob die nächste höher oder tiefer ist. Liegst du daneben, trinkst du einen Schluck und der Nächste ist dran. Perfekt zum Aufwärmen oder als Absacker, weil es in Sekunden erklärt ist.

Bube, Dame, König, Ex

Ein reines Trinkspiel mit fester Kartenreihenfolge: Reihum zieht jeder eine Karte. Zieht jemand einen Buben, trinkt die Person links von ihm; bei einer Dame die Person rechts; beim König trinken alle; beim Ass trinkt der Ziehende selbst („Ex" den Rest). Zahlenkarten geben die aufgedruckte Anzahl Schlucke, die verteilt werden dürfen. Simpel, aber überraschend gnadenlos.

52-Karten-Rennen

Ein Bewegungsspiel mit Karten: Alle 52 Karten werden verdeckt gemischt in einer langen Reihe ausgelegt. Reihum deckt jeder die nächste auf — bei jeder roten Karte trinkt die Gruppe A, bei jeder schwarzen die Gruppe B. Ziel ist, als Team möglichst wenige „eigene" Farben zu erwischen. Ein schnelles, lautes Spiel, bei dem der Zufall regiert.

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Karten-Klassiker als Trinkvariante

Viele bekannte Kartenspiele lassen sich mit einer kleinen Regel zum Trinkspiel machen.

Schwimmen (31)

Jeder hält drei Karten und versucht, Karten einer Farbe mit möglichst hoher Punktsumme (Ziel: 31) zu sammeln. Wer die niedrigste Summe hat, verliert ein „Leben" und trinkt. Wer alle Leben verloren hat, „schwimmt" und scheidet mit einem letzten großen Schluck aus. Ein taktisches Spiel für kleine bis mittlere Runden.

Mau-Mau (Trinkvariante)

Das vertraute Ablegespiel mit Trink-Zusatz: Die Sonderkarten bekommen Trinkregeln. Bei einer Sieben zieht der Nächste nicht nur zwei Karten, sondern trinkt auch; beim Buben, der die Farbe wechselt, trinkt der Wählende einen Schluck; und wer vergisst „Mau" zu sagen, trinkt zur Strafe. Ideal, um ein bekanntes Spiel ohne Lernaufwand aufzupeppen.

17 und 4 (Trink-Blackjack)

Die Trinkvariante des Kartenklassikers: Jeder versucht, mit seinen Karten möglichst nah an 21 Punkte zu kommen, ohne sie zu überschreiten. Karten werden einzeln gezogen, Bildkarten zählen zehn, das Ass elf oder eins. Wer sich „überkauft" (über 21), trinkt sofort einen Schluck. Am Ende jeder Runde trinkt außerdem, wer am weitesten von 21 entfernt liegt. Ein taktisches Spiel, bei dem Mut und Risiko über die nächste Runde entscheiden — je näher man ans Limit geht, desto größer die Fallhöhe.

Karten-Trinkspiele richtig spielen

  • Eigene Regeln zulassen: Die „Bube = neue Regel"-Mechanik aus Kings macht jedes Deck einzigartig. Notiert wilde Regeln, damit sie keiner vergisst.
  • Kleine Schlucke bei langen Runden: Ein 52-Karten-Deck ist schneller durch, als man denkt.
  • Immer alkoholfreie Option: Jedes Spiel hier funktioniert genauso mit Softdrinks.

Habt ihr gerade kein Kartenspiel zur Hand, findet ihr Alternativen mit Bechern, Würfeln und Ratespielen in den Trinkspielen ohne Karten. Den bewährten Grundkanon gibt es in den guten Trinkspielen, und einen Überblick über alle Kategorien liefert der große Trinkspiele-Guide.

Verantwortungsvoll durch die Kartennacht

Kartenspiele laufen schnell, und die Schlucke summieren sich unbemerkt. Behalt das Tempo im Blick, stell Wasser und alkoholfreie Alternativen bereit und dräng niemanden zum Mitmachen. So bleibt die Runde bis zur letzten Karte zusammen.

FAQ

Was sind die besten Trinkspiele mit Karten?

Die beliebtesten sind Kings Cup, Ring of Fire und Busfahren. Dazu kommen schnelle Ratespiele wie Höher oder Tiefer und Trinkvarianten bekannter Spiele wie Arschloch, Schwimmen und Mau-Mau.

Welche Karten braucht man für Karten-Trinkspiele?

Ein normales Skat- oder Pokerblatt reicht für fast alle Spiele. Für Kings ist zusätzlich ein größerer Becher als King's Cup in der Mitte praktisch.

Wie viele Personen braucht man?

Die meisten Karten-Trinkspiele funktionieren ab zwei bis drei Personen. Kings Cup und Ring of Fire entfalten sich am besten ab vier bis sechs Leuten im Kreis.

Was ist das einfachste Karten-Trinkspiel?

Höher oder Tiefer ist in unter einer Minute erklärt: Karte aufdecken, ansagen, ob die nächste höher oder tiefer ist, bei Fehler trinken. Ideal für Einsteiger.

Kann man Karten-Trinkspiele ohne Alkohol spielen?

Ja, alle Spiele lassen sich mit Softdrinks oder als reines Punktespiel spielen — die Regeln bleiben identisch.

Welches Karten-Trinkspiel eignet sich für große Gruppen?

Kings Cup, Ring of Fire und das 52-Karten-Rennen skalieren gut mit der Gruppengröße, weil alle gleichzeitig im Kreis eingebunden sind.

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